VIVAWEST Halbmarathon Gelsenkirchen 2015

VIVAWEST Halbmarathon Gelsenkirchen 2015

VIVAWEST Halbmarathon Gelsenkirchen 2015

Mein erster Halbmarathon - Wie es dazu kam

2014 sind wir in eine Neubausiedlung innerhalb Essens umgezogen und haben wunderbare Nachbarn kennen gelernt. Man lernt seine Nachbarn ganz anders kennen, wenn alle neu in eine Siedlung ziehen und mit den selben Problemen (Bauträger, Mängel, Bodenbelege, Garten, etc.) zu kämpfen haben, wie man selbst.

Zu Silvester 2014 haben wir mit einigen dieser Nachbarn zusammen gefeiert und mit weiteren Nachbarn um Mitternacht angestossen. Meine Nachbarin Rosa nutze die Chance mir von Ihrem Vorhaben den VIVAWEST Halbmarathon 2015 zu laufen zu berichten und mir ebenfalls eine Zusage abzuschwatzen. Gemeinsam kann man sich ja einfacher motivieren und ich war aufgrund meiner Vorgeschichte nicht abgeneigt.

Wie es so mit den guten Vorsätzen zu Silvester ist: Die ersten zwei Wochen des Jahres vergingen und ich habe mich natürlich noch nicht angemeldet. Aber ein Blick auf den Kalender zeigte mir, ich habe noch ca. 120 Tage bis zum Lauf und wenn ich es wirklich ernst meine, sollte ich mich also zum Einen verbindlich anmelden und zum Anderen irgendwann mit dem Training anfangen, denn die Distanz ist ja fast doppelt so hoch wie die Distanz die ich die bisherigen Jahre als Staffelläufer beim METRO GROUP Marathon gelaufen bin.

Nur da gab es ein Problem: War ich die ganzen vorherigen Jahre war nur ein Schönwetterläufer, der im März/April trainiert hat, besaß ich ein paar T-Shirts und kurze Hosen. Lange Shirts, warme Unterhemden und lange Laufhosen suchte man bis dahin vergeblich in meinem Schrank. Keine gute Grundlage um im Winter mit dem Training anzufangen. Somit standen erstmal Käufe von langen Hosen und langen Shirts an, bevor ich auch nur einen Fuß auf die Straße setzen konnte, bzw. wollte.

Nachdem eine gewisse Grundausstattung dank Onlineshops, Decathlon, Karstadt Sports und Co den Weg in meinen Schrank fand, wurden die alten Adidas geschnürt, das iPhone am Oberarm befestigt und die ersten Kilometer angegangen. 

Das Training

Aufgrund unseres oben erwähnten Umzugs, hatte ich nun die Möglichkeit entweder zwei Kilometer zur alten Wohnung zu laufen um dort meine gewohnte Strecke zu betreten, oder ich konnte direkt Richtung Krupp-Park laufen, was bei längeren Läufen im Vorjahr der Wendepunkt für meine Strecke war.

Im Januar fing ich also an und hatte wie im Vorjahr anfangs meine Schwierigkeiten mehr als 5km am Stück zu laufen, ohne Gehpausen einzulegen. Ich nutzte die Zeit die meine Lebensgefährtin mit Schulungen beschäftigt war und lief bei Wind und Wetter im Dunkeln durch den Krupp Park und über die Rheinbahn Trasse.

Auch ich bin nicht vor typischen Anfängerfehlern gefeit, denn aufgrund meines ziemlich harten Trainings mit vielen Einheiten und der schnellen Erhöhung von Tempo und Distanzen habe ich mein Immunsystem ziemlich runter gezogen, was ich Anfang Februar büßen sollte. Ein grippaler Infekt inkl. Nasennebenhöhlen-Entzündung legte mich für 1 1/2 Wochen komplett flach. Es bringt nichts so hart ins Training einzusteigen, denn dein Körper bremst dich dann halt aus. Kaum hatte ich das hinter mir, habe ich natürlich direkt den nächsten Anfängerfehler gemacht, vor dem ich nur warnen kann: Ich habe direkt wieder mit der selben hohen Intensität weiter gemacht, wie vor dem Infekt. Kurz darauf durfte ich aufgrund von Schmerzen beim Einatmen wieder pausieren. Vermutlich handelte es sich um eine Reizung des Zwerchfells aufgrund von Pressatmung bei schnellen Einheiten bei niedrigen Temperaturen.

Trotz dieser Rückschläge und erzwungenen Trainingspausen, habe ich innerhalb kürzester Zeit nicht nur meine übliche Distanz von 10-15km bewältigt, sondern auch die ersten langen Läufe mit mehr als 20km. Ich wollte mich dem Monster nicht erst beim Wettkampf stellen und habe dem Dämon "Halbmarathon" im Grunde schon früh die Zähne gezogen. Nun kam es nur noch darauf an, die langen Läufe leichter zu machen und das Tempo zu erhöhen.

Um auf Distanzen von 20-25km zu kommen ohne völlig Wahnsinnig zu werden, war ich gezwungen mein Laufrevier auszubauen. Bin ich in den Jahren 2010-2014 nur bei uns auf der Trasse Richtung Krupp-Park und natürlich beim Wettkampf in Düsseldorf unterwegs gewesen, so habe ich nun neue Strecken gesucht und bin von Nachbarn und später auch meiner Laufcrew auch auf neue Strecken gebracht worden. 

Vorbereitungs-Wettkämpfe

Neben meinem seit 2012 festen Termin als Staffelläufer für meinen Arbeitgeber beim METRO GROUP Marathon in Düsseldorf anzutreten, hat mich meine oben erwähnte Nachbarin am 12. April zum 8. Citylauf Ratingen Lintorf, einem 10km Lauf, welcher ihr in ihrem Trainingsplan empfohlen wurde, mitgenommen. Damit hatte ich nicht nur zu diesem frühen Zeitpunkt schon einen Wettkampf mehr als in den vorherigen Jahren in meinem Plan stehen gehabt, sondern konnte früh meine aktuelle Leistung feststellen.

Außerdem war es mein erster offizieller Wettkampf über die 10km-Distanz. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar eine "offizielle" Bestzeit über 10km. Diese stammt aber vom Staffellauf 2014, der in Wirklichkeit über 11,3km ging, also kein reiner 10km-Wettkampf war.

Die Anfahrt war gut, bis uns das Navigationssystem in das Lintorfer Zentrum geleitet hat. Leider führt die Laufstrecke nämlich an der Hauptstraße entlang und die Richtung in welche uns die nette Frauenstimme schicken wollte, war leider schon gesperrt. In die andere Richtung kam man an hübschen Neubausiedlungen vorbei. Diese hatten aber leider nur Parkplätze der Anwohner vor ihren Häusern. Irgendwann haben wir also einen ganz großen Bogen eingeschlagen und konnten dann von der anderen Seite aus den eingezeichneten Parkplatz anfahren, welcher ungefähr 250 Meter von der Stelle entfernt war, an welcher uns die Streckensperrung die Weiterfahrt verwehrt hat.

Beim Citylauf startete ich leider viel zu schnell und lief den erstenkm in unter 4 Minuten. Die erste der vier Runden über 2,5km funktionierte noch relativ gut, aber ich merkte deutlich das ich dieses schnelle Tempo nicht halten kann. Nach ca. 3km meldete sich meine Blase, so das ich einen weiteren Muskel aktiv unter Kontrolle halten musste, denn ich wollte den Lauf nicht auch noch für eine Pinkelpause unterbrechen. In der zweiten Runde merkte ich leider das mein Training noch nicht so weit war und ich nicht die nötige Kraft für das Tempo aufbringen konnte. Dies führte dazu, das ich mit jedem Kilometer langsamer wurde. Auch die dritte Runde wurde nicht besser. Ich merkte das mir Wettkämpfe über mehrere Runden nicht so sehr gefallen. Es ist eintönig und nicht schön, wenn die Zuschauer sehen das du Runde für Runde mehr Körner lässt. Zum Ende der Runde hin fand ich ein Pärchchen die ein gutes Tempo liefen. Er schien dem Mädchen den Pacemaker zu machen und zog langsam aber stetig das Tempo an. Die vierte und letzte Runde konnte ich mich durch das Pärchen etwas mitreissen lassen und doch noch etwas das Tempon erhöhen. Ich kam zwar absolut fertig im Ziel an, jedoch reichte es mit 48:47 Minuten nur für den 118. Platz in der Gesamtwertung, beziehungsweise den 17. Platz in meiner Altersklasse M30. Im Ziel konnte ich mich an Bananen und Apfelstücken bedienen und etwas Wasser zu mir nehmen, während ich wieder zu Atem kam und auf meine Nachbarin wartete, welche kurz nach einer Stunde ins Ziel kam. Den gemeinsamen Wettkampf feierten wir vor Ort mit einem kühlen Bier und überlegten vor Ort direkt unsere Urkunden mit zu nehmen. Das diese unabhängig von den vor Ort wartenden Personen auf Basis der Startnummer ausgedruckt wurden, wurde mir etwas zum Verhängnis, da ich ja erst 2 Tage vorher spontan gemeldet hatte, also eine der letzten Startnummern hatte.

Beim diesjährigen METRO Group Marathon hat unser Chef uns die Möglichkeit gegeben uns etwas von Manfred Steffny, dem ehemaligen Langstreckenläufer und jetzigem Trainer und Herausgeber des Laufmagazins Spiridon , trainieren zu lassen. Dieses Training bestand daraus, das uns Laufinteressierten Aufwärmübungen, Lauf-ABC und Intervalltraining in der Gruppe gezeigt wurden. Außerdem wurde der jeweilige Laufstil von ihm bewertet und Tipps gegeben, was man ändern könnte um besser/ergonomischer zu laufen. Wie aus den vorherigen Jahren bekannt, sagen immer einige von den Läufern vor dem Lauf ab, so auch diesmal der Bekannte aus dem befreundeten Radgeschäft und ein paar von unseren Mitarbeitern. Da ich mich in der Lage sah die Distanz zu schaffen, bot ich an nicht nur eine Staffel, sondern zwei Staffeln, wie im Vorjahr schon ein Arbeitskollege, zu laufen. Bei mir sollten es der Start mit ca. 10,8km und der zweite Lauf mit nochmals ca. 11,5km sein.

Am 26. April war ich schon früh in Düsseldorf unten am Rhein und konnte meinem Chef bei seinem Start in der ersten Reihe für den gesamten Marathon zusehen. Er ist sehr gut gestartet, soweit ich es erkennen konnte. Danach hieß es für mich auf den eigenen Start fokusieren und "Augen auf", denn sowohl mein zweiter Chef, der für die zweite Staffel starten wollte, als auch der zweite Staffelläufer aus der anderen Staffel sollten bald irgendwo im Startbereich auftauchen. Meine Staffel hatte ja keinen Läufer für den zweiten Abschnitt, denn dieser stand mir ebenfalls bevor. Daher sollte ich meine Sachen ebenfalls dem zweiten Läufer aus der anderen Staffel übergeben. Aufgrund dessen, das der METRO GROUP Marathon in diesem Jahr mit insgesamt 4.500 Staffeln den größten Staffellauf der Welt veranstaletete, wurde der Start der Staffeln in zwei Blöcke aufgteilt. Zuerst starteten die ersten 2.499 Staffeln und eine halbe Stunde später sollten die restlichen 2.000 Staffeln, inklusive unserer beiden starten. Kurz vor dem unserem Start wollte ich nochmals meine Blase leeren, aber was ist das für ein Unsinn? Die vorherigen Jahre gab es für Männer immer "Pinkelpyramiden", große Plastikpyramiden an denen sich gleichzeitig 4 Männer dran stellen und pinkeln konnten. Dieses Jahr standen nur ein paar Dixies dort, die von Läuferinnen, Läufern und Zuschauern belegt wurden. Effektiv ist eindeutig anders.

Kurz vor dem Startschuss um 10:15 war ich wieder zurück und reihte mich mit meinem Chef ein. Wir wünschten uns viel Glück und liefen die ersten langsamen Meter zusammen, bis etwas mehr Platz zur Verügung stand um zu überholen. Den ersten Kilometer lief ich aufgrund dessen auch nur in 4:52 Minuten. Die ersten Kilometer ging es am Rhein entlang Richtung Messe und ich konnte die kommenden 3 Kilometer jeweils mit cirka 4:30 Minuten jeweils hinter mich bringen. Danach musste ich zwar etwas langsamer machen, aber auch trotz kurzer Stops an den Versorgungsstationen um schnell etwas zu trinken, lief ich inklusive Kilometer 10 alle in unter 5 Minuten. Auf dem Weg zur Rheinbrücke kam ich wieder an der Kaiserswerther Straße mit ihrem Kopfsteinpflaster entlang, aber auch das konnte mich nicht sonderlich abbremsen. Der Weg über die Rheinbrücke zum ersten Wechselpunkt bremste zu dem Zeitpunkt noch nicht, sondern erst der Weg durch die Wechselgasse.

Ich musste wie die anderen Staffelläufer über die Messstation am Anfang der Wechselgasse, an den Boxen mit den wartenden Läufern vorbei, um am Ende der Wechselzone wieder über einen Messpunkt zu laufen und meinen zweiten Abschnitt zu laufen. Ob es jetzt das Gedränge in der Wechselgasse war, oder einfach die Kraft die irgendwann nach lies, kann ich nicht genau sagen, jedoch war km 11, der erste der knapp über 5 Minuten lag. Der Abschnitt auf der anderen Rheinseite war mir im Gegensatz zu den anderen drei Abschnitten noch völlig neu. Was würde mich hier erwarten? Ich wusste es nicht, lies mich aber nicht entmutigen, schließlich hatte ich schon deutlich mehr Kilometer in den Knochen als alle anderen Staffelläufer, die ich auf der Strecke einsammelte. Im Durchschnitt lief ich ungefähr 5:20 Minuten pro Kilometer und genoß einfach die Strecke. Ich kam an einer schönen Siedlung vorbei, wo die Hausbesitzer nicht nur ordentlich anfeuerten, sondern Kindern den Läufern Schokobons als Energiespender entgegenstreckten. Ich selbst griff nicht dazu, denn ich hatte Powerbar Shots dabei und versorgte mich bei Kilometer 10, 14 und 17 mit der schnellen Energie.

Irgendwo vor Kilometer 18 hielt grad die Straßenbahn an einer Haltestelle neben der Strecke während ich neben einem jungen anderen Staffelläufer wieder in Richtung Oberkasseler Brücke lief. Ich meinte zum Spass, das es wirklich jetzt sehr verlockend wäre dort jetzt zuzusteigen und er grinste nur und stimmte mir zu. Da wir ungefähr das selbe Tempo liefen, kamen wir ins Gespräch und so erfuhr ich das er ebenfalls aus Essen kommt, für den FC Kray spielt und für seinen Sponsor beim Staffellauf mitmacht. Er erfuhr das ich schon ungefähr 11 Kilometer mehr hinter mir hatte als er. Wir liefen im selben Tempo den Rest des Laufs und ich gab ihm regelmässig die Pace druch, während ich mich ein wenig von ihm ziehen ließ. Eine offizielle Zeit für die einzelnen Abschnitte hatte ich nachdem ich fertig war nicht, da ich meine Uhr habe durchlaufen lassen. Es standen 01:53:19 für insgesamt 22,6km auf der Uhr. Die Fenix sprach vom neuen persönlichen Rekord für 15km, 20km und Halbmarathon. Somit hatte ich eine offizielle Halbmarathon Bestzeit über 01:45:01 Stunden und meine zweitbeste offizielle Zeit für 10km mit 47:15 Minuten.

Unser vierter Läufer ist dieses Jahr zum ersten Mal dabei gewesen und ich hatte mich etwas erholt, bis er starten musste. Daher bot ich an, ihn zumindest auf den ersten Kilometern zu begleiten. Mit ihm zusammen lief ich nochmals cirka 3km bis zur Rheinkniebrücke und stieg aufgrund schwerer Beine, nachdem ich über 25km durch Düsseldorf gelaufen bin, bei der NRW Bank aus, deren Mitarbeiter dort standen, die Läufer anfeuerten und mich dankenswerterweise mit etwas Wasser versorgten. Die NRW Bank hatte auch eine zweistellige Anzahl Staffeln gestellt und daher konnten die Mitarbeiter dort regelmässig Kollegen anfeuern. Von dort aus machte ich mich auf dem direkten Weg Richtung Zielbereich und konnte meinem Staffelkollegen beim Zieleinlauf zusehen, die anderen informieren das er heil ins Ziel gekommen ist, bevor ich mich auf den Weg zum Schloßturm machte, wo unser Treffpunkt war.

Bis auf einen meiner Chefs, der leider schon nach seinem Staffellauf weg musste, haben wir uns alle, auch unser Chef, der den kompletten Marathon gelaufen ist, in ein kleines Fozen-Yogurt-Cafe am Schloßturm gesetzt. Dort haben wir auf den guten Lauf angestossen, noch ein wenig geplaudert und den Tag genossen, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Am folgenden Tag wurden die Ergebnisse online gestellt und unsere Staffel hat mit einer Gesamtzeit von 03:36:30 Stunden den 454 Platz von 4.500 Staffeln geholt.

In den drei Wochen zwischen METRO Group Marathon und VIVAWEST Halbmarathon fing ich deutlich mit Intervalltrainings an. Hatte ich vor dem Staffellauf nur ein bis zwei mal vorsichtig erste Erfahrungen mit Intervallen gemacht, versuchte ich nun die Leistung nochmals zu erhöhen. 

Der Wettkampf

Neben dem Training habe ich auch die Kontakte über soziale Medien erhöht und mich verstärkt mit anderen Läufern ausgetauscht, was dazu führte das ich mich mit einer Laufcrew (TwittRunner Ruhr) und einem anderen Twitterer (Michael K.) vor dem VIVAWEST verabredete um sich persönlich kennen zu lernen, Glück zu wünschen und eventuell ein paar Meter zusammen zu laufen.

Meine Nachbarin Rosa fuhr mit mir an dem Morgen nach Gelsenkirchen, auch wenn sie leider aufgrund einiger muskulärer Probleme 3 Wochen vorher selbst nicht startete. Sie war so nett mich zu fahren um das ganze drum herum mitzunehmen und bei den Sanitätern, von denen sie einige beruflich kennt, auf mich warten. Ich war ihr umso dankbarer dafür das sie mich fuhr, nachdem wir cirka 45 Minuten erfolglos versucht hatten aus Essen raus in Richtung Gelsenkirchen zu fahren. Leider waren in aller Frühe schon die Straßensperren für den Marathon aufgebaut worden. An diesen gab es also kein durchkommen, die Helfer konnten nicht weiterhelfen, wie man nun nach Gelsenkirchen käme und auch Umleitungen waren nicht ersichtlich. Nachdem wir ungefähr 45 Minuten nach der Abfahrt wieder an unserer Sidlung vorbei kamen, versuchten wir den Weg über die A40 und gelangten so direkt in die Gelsenkirchener City. Hier hatten wir auch das Glück einen Parkplatz in der Nähe des Start- und Zielbereichs zu finden, so das wir nicht zum großen Parkplatz an der Veltinsarena fahren mussten, von wo aus uns ein Bustransfer wieder zum Start gebracht hätte. Daher kamen wir auch noch pünktlich vor dem Start zum Treffpunkt mit den anderen Twitteren an, konnten uns dort kurz hallo sagen, austauschen und ein gemeinsames Foto machen, bevor die ersten von uns schon in Richtung Startblock mussten.

Aufgrund der Menge an Läufern wurden die Halbmarathonläufer in 4 Startblöcke nach angegebenen Zielgeschwindigkeiten eingeteilt. Christian und Michael von Twittrunner Ruhr haben sich mit der Zielzeit 1:45 Stunden in den ersten Block eingereiht und mussten daher etwas vor Michael K. und mir zum Start. Aufgrund meiner Zeit vom METRO Group Marathon hatte ich zwar auch die Zielzeit 1:45 Stunden geschätzt, aber aufgrund dessen das Michael K. im Vorfeld erzählt hatte das er im zweiten Block startet, mich ebenfalls in diesen einteilen lassen. Ich konnte auch im Vorhinein schlecht einschätzen ob ich die 1:45 schaffe, schneller bin oder evtl. auch nur paar Minuten später ins Ziel laufe. Im Training hatte ich die 1:45 Stunden noch nicht geschafft. Also haben Michael K. und ich uns im zweiten Startblock eingereiht, nachdem wir beide noch an den Pinkelpyramiden unsere Blase geleert hatten.

Dieser Block hatte denke ich den Zielläufer mit 2:00 Stunden Zielzeit. Den Läufer für die Zielzeit 1:45 Stunden konnten wir aufgrund des blauen Ballons vor uns im ersten Block sehen, in welchem Christian und Michael von der Laufcrew auch irgendwo standen. Dieser Block sollte ungefähr 5 Minuten vor uns starten um das ganze Läuferfeld etwas zu entzerren.

Plötzlich tippte mir jemand von hinten auf die Schulter. Die Welt ist wirklich klein, denn plötzlich stand mir mein ehemaliger Nachbar Jürgen gegenüber, der ebenfalls den Halbmarathon laufen wollte. Wir wechselten kurz zwei, drei Wörte und wünschten uns gegenseitig viel Erfolg.

Der Start war ziemlich cool organisiert, denn die vier Blöcke mit den unterschiedlichen Zielgeschwindigkeiten wurden in 5-Minuten-Abständen nacheinander nach vorne zur Startlinie gezogen und erhielten somit alle die selbe Aufmerksamkeit mit etwas Laola vor dem Start und einem eigenen Startschuss für jeden Block.

Nach den ganzen Halbmarathonläufern starteten die Läufer die sich auf die gesamten 42,195km begeben wollten. Unter diesen waren die anderen beiden Mitglieder der Laufcrew, Sebastian und Matthias, die beide ihren ersten kompletten Marathon finishen wollten.

Michael K. und ich starteten gemeinsam, aber noch vor dem ersten Kilometer wünschten wir uns gegenseitig viel Erfolg und er lies mich ziehen. Ich lief die ersten Kilometer knapp unter 4:30 Minuten pro Kilometer und lies mich auch von den ersten kleinen Steigungen nicht groß beeindrucken. Die ersten Kilometer führten uns an einer breiteren Straße entlang und ein Polizist sprach mich aufgrund meines Namens auf der Startnummer persönlich an und meinte "Frederic, sieht gut aus. Weiter so". Nett gemeint, baut natürlich auf, aber ich war auch noch frisch und hatte noch gut 20km vor mir.

Leider gab es immer nur vereinzelte Stellen wo sich Leute ansammelten, sich den Lauf ansahen und uns Läufer anfeuerten. Klar, im Start/Ziel-Bereich war vermutlich die ganze Zeit ordentlich Party. Kurz hinter dem Start, beziehungsweise vor der Zielgraden gab es eine Trommlergruppe die uns ordentlich eingeheizt hat. Ein weiterer dieser Punkte war ca. 1,1km vom Start/Ziel entfernt und der Verbindungspunkt an dem sich Hin- und Rückweg treffen. An dieser Kreuzung war eine Schalker Fankneipe an der Leute standen und uns Läufer nach vorne klatschten.

Von hier ab ging es Richtung Schonnebeck und der nächste markante Punkt war eine Zechenhaussiedlung, bei der ein paar Bewohner aus den Fenster gucken, in der Haustür standen und sogar einige Tische und Bänke vor der Tür aufgebaut hatten um dort zu frühstücken und dabei uns Läufern zuzusehen. Nach ca. 3 Kilometern kamen wir Revierpark Nienhausen entlang. Hier verschwanden die ersten Läufer kurz hinter den Bäumen um mal ebend die Blase zu leeren. Ich hatte mittlerweile einige Läufer eingesammelt und mein Tempo gefunden. Das ich ein ziemlich konstantes Tempo lief, konnte ich daran festmachen, das ich den belgischen Kreisel mit 2-3 anderen Läufern machte die ebenso wie ich Läufer für Läufer einsammelten.

Irgendwo auf der Höhe des Revierpark Nienhausen kam auch die erste von sechs Verpflegungsstationen auf der Halbmarathonstrecke. An dieser Verpflegungsstation hielt ich kurz an um einen Schluck Wasser zu trinken und lief direkt weiter um kurz darauf wieder zu meiner ursprünglichen Gruppe aufzuschließen. Die nächsten Kilometer führten wieder durch Siedlungen langsam nach Essen und bevor wir an meinem Highlight der Strecke, der Zeche Zollverein, ankamen, führte uns die Strecke an einem Abschnitt entlang wo uns wieder Läufer entgegenkamen, die Zollverein und Kokerei schon hinter sich hatten.

Kurz darauf führte auch uns die Strecke auf das Gelände der Zeche Zollverein, wo uns bei Kilometer 6 der nächste Verpflegungsstand erwartete. Außerdem hatte hier Peter Berghaus mit seinem Team Essen 99 seinen Stand aufgebaut und brüllte uns in voller Bergmanns-Gardeuniform nach vorne, während weitere Bergmänner musizierten. Ich lies diesen Verpflegungspunkt links liegen, da ich zu dem Zeitpunkt kein Bedürfnis nach Wasser hatte. Dafür konnte ich kurz ein paar Worte mit einer der Schalker Legenden, die ebenfalls auf der Strecke waren, wechseln und ihm viel Glück wünschen. Mit dem Hinweis darauf das kurz vor uns eine Zecke (ein Dortmunder) läuft, konnte ich ihn dazu bewegen mit mir zum nächsten Grüppchen aufzuschließen.

Das gesamte Zechengelände und das Gelände der Kokerei sind wirklich ein wunderbarer Ort zum Laufen und ich freue mich schon auf den Welterbelauf, der mich wieder hierher führen wird. Nachdem ich die Kokerei hinter mir gelassen hatte, konnte bei Kilometer 8 auch ich den Einen oder Anderen Blick auf die Mengen an Läufern hinter mir geniessen, die noch auf dem Weg zur Zeche Zollverein waren, denn nun befand ich mich auf dem Stück an dem man den anderen Läufern entgegen kommt.

Nun ging es auf der ehemaligen Trasse "Nordsternweg" wieder in Richtung Revierpark Nienhausen. Immer wieder sah ich einige Läufer am Rand kurz "austreten" und war froh das ich nur wenige Minuten vor dem Start noch schnell die Blase leeren war und daher diesbezüglich kein Druck aufkam. Auch was die Pace anging, war alles bisher super. Ich lief zwar mittlerweile nur noch zwischen 4:30 Minuten/km und 4:40 Minuten/km, aber hielt das Tempo auch bei Steigungen ohne Probleme. Irgendwann sah ich einen Läufer am Rand der Trasse, der mir irgendwie bekannt vorkam und wie ich später erfuhr auch zurecht, denn es war Michael, der ja im Startblock vor mir den Halbmarathon gestartet ist.

Bei Kilometer 9 kam die nächste Verpflegungsstation, an welcher ich kurz hielt um einen Schluck Wasser zu trinken und hatte kurz darauf auch endlich den Zugläufer für die Zielzeit 1:45 Stunde vor mir. Ich lies mich nicht verleiten das Tempo zu erhöhen um mich schneller ran zu arbeiten, sondern lief weiter mein Tempo bis ich aufgeschlossen hatte. Nun stand ich vor einem kleinen Problem: Wir liefen auf der ca. 2m breiten geschotterten Trasse. Rechts und links der Trasse waren Dornensträucher und es wurde leicht abschüssig (wie man es von Bahntrassen kennt). Um den Zugläufer hatte sich eine ganze Traube von anderen Läufern und Läuferinnnen gebildet, die anscheinend genau mit der Zielzeit ankommen wollten. Leider wurde dadurch das Überholen nahezu unmöglich. Kurz vor der Unterführung unter dem Middeldorper Weg hatte ich genug davon und bat den mir vorauslaufenden Läufer etwas Platz zu machen, damit ich überholen kann. Die Läufer vor mir machten so Stück für Stück etwas Platz, so das ich mich langsam durch die Menge kämpfen konnte. Hinter mir nutzten direkt noch einige andere Läufer die Chance, denen der 1:45-Zugläufer zu langsam war.

Bei Kilometer 10 liefen wir wieder am Revierpark Nienhausen vorbei und bogen ab in Richtung Nordsternpark, einem weiteren Höhepunkt auf der Strecke, auf den ich mich schon freute. Bis ungefähr Kilometer 13 ging es weiter über die Trasse und der einzige verbliebene Punkt in meiner Erinnerung ist der Verpflegungspunkt bei Kilometer 12, an welchem ich wieder einen ganz kurzen Stop einlegte um einen Schluck Wasser zu trinken und direkt weiter zu laufen. Ich hoffe ich tue hier niemandem Unrecht, aber ich war auf dem Stück komplett auf meinen Lauf konzentriert und hielt weiterhin meine Pace zwischen 4:30 Minuten/km und 4:40 Minuten/km.

Zwischen Kilometer 13 und 14 überquerten wir auf dem Weg zum Nordsternpark zum Ersten mal den Rhein-Herne-Kanal und die Emscher. Kurz darauf hatten wir wieder etwas mehr Zuschauer an der Strecke, die uns nach vorne klatschten, da wir an einer schönen kleinen Neubausiedlung vorbeiliefen, bevor wir zu einem der wenigen Kritikpunkten der Strecke kamen.

Dieser Punkt ist, wie ich später erfahren sollte, nicht nur mir negativ im Gedächnis, sondern auch den anderen Läufern mit denen ich später gesprochen habe. Es geht um die an Kilometer 15 gelegene kurze aber knackige Rampe mit schlechtem alten Kopfsteinpflaster, welche hoch zum Nordsternturm führt, auf welchem der 18m hohe und 23 Tonnen schwere Herkules seit Dezember 2010 weithin sichtbar ist. Nicht nur das für viele überraschend diese kurze knackige Steigung direkt nach einer Kurve kommt, sondern das alte Kopfsteinpflaster schwierig zu laufen war. Die Gefahr hier dumm umzuknicken und sich was an den Bändern zu holen war nicht zu verachten.

Aber nach der kurzen Steigung wurden wir Läufer mit einer weiteren Menge Zuschauern belohnt die sich oben versammelt hatten und uns anfeuerten und auch aufforderten durch das dort aufgebaute Spendentor zu laufen. Durch überlaufen einer Zeitnahmematte wurde anhand der Nummer auf dem Zeitnahmechip der Läufer identifiziert und es wurden 3 EUR von seinem Konto abgebucht um zu gleichen Teilen an den Laufclub 21 e.V. und "Ein Herz für Kinder" e.V. verteilt zu werden. Nach dem Spendentor kam wieder eine Verpflegungsstation, an welcher ich abermals einen kurzen Stop einlegte um wieder etwas Wasser zu mir zu nehmen. Der Verpflegungspunkt hat mich ein paar Sekunden gekostet, aber ich wusste ja das ich deutlich vor dem 1:45 Stunden-Ballon war, außerdem lag meine Pace weiterhin unter 5 Minuten/Kilometer.

Danach ging es in Richtung Amphitheater zuerst über die Emscher und danach über den Rhein-Herne-Kanal und langsam Richtung Gelsenkirchen Hessler. Hier lief ich durch eine weitere Siedlung und lief ungefähr bei Kilometer 17 ein Stückchen neben einem älteren Herren und wir amüsierten uns gemeinsam über das Schild mit der Markierung "Kilometer 38" und das es uns gar nicht nach so viel vorkomme. Kurz nach diesem Kilometer führte mich die Strecke am Gewerbegebiet Haldenstraße und am letzten Verpflegungspunkt auf der Strecke vorbei. Hier griff ich zum ersten Mal nach einem Isodrink, anstatt dem Wasser um die letzten 3km ohne einen Leistungseinbruch hinter mich zu bringen.

Kilometer 18 und 19 habe ich aber, sicher auch wegen dem kurzen Stop am Verpflegungsstand, nicht ganz die Pace von unter 4:40 Minuten/km halten können. Ab ungefähr Kilometer 19 wurde ich wieder auf das Teilstück der Strecke zurück geführt, welches ich kurz nach dem Start runter gelaufen bin. Ich wusste also das es nun nur noch 1-2 kleinere Steigungen auf dem Weg zum Ziel gab und konnte mich darauf einstellen.

Kilometer 20, der mich an ein paar Kneipen, Trinkhallen und geschlossenen Geschäften, aber leider an wenig Zuschauern vorbei führte, lief ich daher auch wieder mit einer Pace von 4:36 Minuten/km. An der letzten langgezogenen Steigung lies ich dann doch ein paar Körner, aber kurz vor der letzten Kurve trommelten mich die sieben Taiko-Trommler der Gruppe Arashi Daiko nochmals vorwärts. Es stehen immer mehr Zuschauer am Rand der Strecke und ich kann schon die Musik des Start-/Zielbereichs hören. Ich laufe schnell durch die letzte Kurve und sehe den roten Teppich vor mir. Nur noch wenige Meter und ich habe es geschafft: Mein erster offizieller Halbmarathon gefinished! Neben dem roten Teppich klatschen die Zuschauer unermüdlich und ich laufe nach 1:36:42 durch das Ziel. 

Im Ziel - Den ersten Halbmarathon gefinished

Nach meinem Zieleinlauf nahm ich absolut glücklich, aber weniger erschöpft als eigentlich gedacht meine Teilnahmemedaille entgegen und vergaß völlig weiter zu den Verpflegungsständen zu gehen. Stattdessen bin ich direkt über den Zaun zu den Sanitäterzelten gegangen. Keine Sorge, mir ging es prima, nur wartete dort meine Nachbarin auf mich. Während ich ihr vom Lauf erzählte, stieß erst ihr Arbeitskollege zu uns, der cirka 1 Minute nach mir durch das Ziel gelaufen ist. Wenige Minuten später müssen Michael und Christian von der Laufcrew TwittRunner Ruhr durch das Ziel gekommen sein, ich hatte sie leider nicht im Blick, sondern sah erst über das Handy das sie es hinter sich hatten.

Später erfuhr ich das sowohl Michael, als auch Christian in Renn-FlipFlops den Halbmarathon in unter 1:42:30 gelaufen sind.

Michael K. der mit mir gemeinsam gestartet ist, kam mit cirka 1:48 ins Ziel. Ihn habe ich kurz gesehen, aber leider vor Ort nicht mehr gesprochen. Auch den Zieleinlauf meines ehemaligen Nachbarn Jürgen konnte ich im Augenwinkel mitverfolgen.

Nachdem ich mich etwas mit meiner Nachbarin und ihrem Arbeitskollegen unterhalten hatte, nahm ich Kontakt zu Michael und Christian auf. Diese hatten vor Sebastian und Matthias, den zweien von der Crew entgegen zu gehen, die hier ihren ersten Marathon liefen. Ich fand die Idee gut und habe mich mit den beiden getroffen und wir sind uns über den Lauf unterhaltend langsam wieder die Strecke zurück gelaufen.

Unterwegs sahen wir den Sieger des Marathons, Matthias Graute vom TRC Essen 84, der erstaunlich frisch an uns vorbei lief um nur noch um eine Kurve zu laufen und dann nach 2:29:50 Stunden über den roten Teppich ins Ziel zu gelangen.

Wir liefen noch weiter den beiden Marathonläufern entgegen und holten uns unterwegs etwas Wasser an einer Trinkhalle. Hier hörten wir schon erste Gerüchte, das es einen Toten beim VIVAWEST Halbmarathon gegeben habe. Leider bestätigten sich diese Gerüchte im Laufe des Tages: Ein 30-jähriger Teilnehmer des Halbmarathons brach beim Kilometer 19 zusammen und konnte trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen leider nicht gerettet werden.

Wir gingen weiter bis zur Kreuzung an Kilometer 41 um dort auf Sebastian und Matthias zu warten. Während wir warteten kamen immer wieder schnelle Marathonläufer an uns vorbei, die von uns meist mit Namen (diese standen ja auf den Startnummern) angesprochen und mit aufmunternden Worten auf den letzten Kilometer geschickt wurden. Einige sahen nach 41 Kilometern noch ziemlich frisch aus, andere deutlich abgekämpft, aber den meisten konnte man ansehen wie hilfreich ein paar aufmunternde Worte sind. So manchen konnte es sogar zu einem Sprint bewegen, um den Vordermann nochmals unter Druck zu setzen.

Während wir warteten und Läufer, sowie Läuferinnen an uns vorbei kamen, kam auch eine Gruppe von Läufern mit Downsyndrom an uns vorbei. Als diese uns bemerkten, kam einer von ihnen zu uns an den Rand gelaufen und hat erstmal mit uns abgeklatscht. Das war der Moment den ich definitiv nicht vergessen werde vom VIVAWEST Marathon. Auch wenn ich selbst immer wieder gern gegen mich selbst und für eine neue Bestzeit antrete, so laufe ich aus Spaß und klatsche gern den Zuschauern, klatsche mit Kindern ab und habe Spaß dabei, genau wie dieser Läufer mit Downsyndrom. Ich weiß nicht wieviel Kilometer er gelaufen ist, ob 42km oder eine Staffel, aber eines weiß ich: Er hatte Spass am Laufen und Spaß daran von anderen und uns angefeuert zu werden.

Nicht lange nach diesem bewegenden Erlebnis kamen auch Sebastian und Matthias zusammen um die Kurve gelaufen, woraufhin Christian und Michael von deren Laufcrew ihnen aufmunternde Worte zusprachen, während sie ein paar Meter mit den beiden liefen. Ich beließ es dabei erstmal auf unser Zeugs aufzupassen. Nicht weil ich die Leistung der beiden nicht zu schätzen gewusst hätte, sondern irgendwer musste ja auf unser Zeugs aufpassen und ich war (noch) kein Teil von deren Laufcrew.

Nachdem Michael und Christian wieder zurück waren, schulterten wir unsere Kleidungsbeutel und machten uns auch langsam wieder auf den Weg zurück ins den Zielbereich. Hier suchten Christian und Michael dann wieder ihre Crewmitglieder, während ich mich von ihnen verabschiedete um mit meiner Nachbarin langsam den Heimweg anzutreten.

Wie ich später erfahren habe, hat Sebastian seinen ersten Marathon in 3:53:30 und Matthias seinen in 3:53:33 gefinished. Also für beide ein Marathon-Debut unter 4 Stunden. :-)

Andere Blickwinkel

Sebastian lief beim selben Wettkampf die doppelte Distanz. Du findest seinen Bericht zum Marathondebut auf seinem Blog.

Mit ihm zusammen lief Matthias, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Matthias' Bericht findest du auf dessen Blog.

Michael lief wie ich den Halbmarathon, die erste Hälfte nicht weit vor mir und die zweite Hälfte nicht weit hinter mir. Seinen Lauf hat er in seinem Blog beschrieben.

Ein weiterer Bericht ist auf dem Blog der TRR CRW zu finden.

Zahlen & Fakten

Streckenlänge: 21,1km
Zeit: 1:36:42
Platzierung: 151/2.545
Platzierung AK (M30): 26/195
Webseite: http://www.vivawestmarathon.de/
Ergebnisse: http://gelsenkirchen.r.mikatiming.de/2015/
Strava: https://www.strava.com/activities/

Weitere Infos zur Veranstaltung

Im Jahr 2015 gab es mit insgesamt 7.841 Teilnehmern beim 3. VIVAWEST Marathon einen Teilnehmerrekord. Davon liefen knapp 1.000 die gesamten 42,195km, 2.960 Läufer/innen teilten sich in 740 Staffeln die Strecke und 3.500 Personen liefen den Halbmarathon. Dazu kommen noch über 1.000 Teilnehmer des 10km-Laufs von Gladbeck nach Gelsenkirchen, 1.000 Schüler beim Sparkassen-Schulmarathon, sowie über 500 Sportler beim WAZ-Citylauf Essen (7,3km).

Der Termin für den 4. VIVAWEST Marathon steht auch schon fest: Am 22. Mai 2016 wird wieder durch das Revier gelaufen.

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